Start20. Februar 2006

20. Februar 2006

Die Fußball-WM und längere Ladenöffnungszeiten

Es gibt Themen, da kann man es nicht allen recht machen. Der Ladenschluss ist dafür eigentlich ein gutes Beispiel: Der Handel hat da im Grundsatz nun einmal andere Interessen als die Beschäftigten.

Dass es auch in solchen Fragen vernünftige Regelungen geben kann, haben wir gerade in Hannover gezeigt. City-Gemeinschaft und Betriebsräte sind sich einig. Es gibt in diesem Jahr drei verkaufsoffene Sonntage in der Innenstadt, aber keine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten während der Fußball-Weltmeisterschaft. Das ist ein plausibler Vorschlag, dem sich die Stadtverwaltung gerne angeschlossen hat. Ich bin sehr froh gewesen, es mit so konstruktiven Gesprächspartnern zu tun gehabt zu haben.

Kritik gab es auch: Das sei doch ein Riesen-Imageschaden für Hannover, wenn während der WM die Läden nicht länger auf hätten, hieß es. Ich habe das nicht verstanden. Die WM-Spiele in Hannover beginnen um 21 Uhr, die Läden schließen um 20 Uhr. Wer will denn nach einem Spiel noch um 23 Uhr einkaufen gehen und welches Unternehmen soll für solche Öffnungszeiten zahlen? Oder geht es manchen Kritikern nicht um WM und Image, sondern um ein Ladenschlussgesetz, dass man am liebsten abschaffen will? Ich will das übrigens nicht.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!


 

 
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