27. März 2006
Erfolgreiche Katastrophenschutz-Übung
Am vergangenen Samstag hatten wir in Hannover die größte Katastrophenschutz-Übung, die jemals in unserer Stadt durchgeführt wurde, vielleicht sogar im Bundesgebiet. Etwa 2.500 Helferinnen und Helfer aus ganz Niedersachsen sollten üben, was geschieht, wenn in Hannover ca. 600 Verletzte zu bergen sind.
Die Übung war ein großer Erfolg. Nach 100 Minuten waren alle medizinisch versorgt, 20 Minuten schneller als geplant. Aber das war es gar nicht, was mich am meisten gefreut hat. Viel mehr beeindruckt hat mich die Welle von Hilfsbereitschaft und Engagement an diesem Tag. Das fing bei den "Verletzten" an: 600 Menschen, die freiwillig und unentgeltlich um 6 Uhr morgens in der AWD-Hall waren, um bis zum Nachmittag ihren Beitrag zu leisten. Darunter waren auch sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Paralympics, so dass die Helfer tatsächlich auch unverhofft den Fall üben mussten, dass verletzten Menschen Gliedmaßen fehlten.
Oder: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel, die am Abend ihr Jubiläumsfest vor sich hatten und dennoch ab 3 Uhr morgens die Verpflegung sichergestellt haben.
Oder: 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friederikenstifts, die in ihrem Dienstfrei die Notfallaufnahme an ihrer Klinik geübt haben (genauso wie an der MHH, dem Nordstadt-Krankenhaus und dem Henriettenstift) - dort habe ich eine wirklich eindrucksvolle Atmosphäre vorgefunden.
Es gibt noch eine Menge anderer Beispiele, die ich berichten könnte. Am Ende diese Übung war ich wirklich beeindruckt. Auf solche Menschen kann eine Stadt stolz sein.
