22. November 2010
Nachhaltiger Preisregen über Hannover
Es gibt bekanntlich unterschiedliche Sorten Regen: Platzregen, Nieselregen, Sprühregen, Dauerregen und so weiter. In seltenen Ausnahmefällen ist auch ein Preisregen zu verzeichnen. Das war in den letzten Monaten in Hannover der Fall - nicht weniger als acht Auszeichnungen rings um das Thema Nachhaltigkeit haben wir einheimsen können.
Die Preise decken ein weites Spektrum von Wettbewerben und Themen ab. Die Strategie zum kommunalen Klimaschutz war dabei (ein Preis des Bundesumweltministeriums), die Fahrradfreundlichkeit (ein Wettbewerb des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums), die Mitarbeiterbeteiligung beim innerbetrieblichen Umweltschutz, die Energieeffizienz an Schulen und vieles andere mehr. Über 100.000 Euro Preisgeld sind insgesamt an die unterschiedlichen Beteiligten geflossen - und das alles in nur einem halben Jahr.
Von Zufall kann man bei einer solchen Häufung gewiß nicht mehr sprechen, Nachhaltigkeit ist mittlerweile seit vielen Jahren ein Querschnittsthema in Hannover. Und ebenfalls nicht zufällig ist die Tatsache, dass in den meisten Fällen Kooperationsprojekte der Stadt mit anderen Partnern aus der Stadt ausgezeichnet wurden. Auch das ist Ausdruck einer Arbeitsweise, die inzwischen nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel ist.
Damit wird es auch weiter gehen. Ausgerechnet beim Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Klimaschutz" waren wir nicht zufrieden mit dem 5. Platz von etwa 70 Städten. Der Anteil der Kohle an der hannoverschen Energieversorgung sei zu hoch und derjenige der regenerativen Energien zu niedrig, meinten die Juroren. Da passt die neue Strategie der Stadtwerke Hannover gut ins Bild, wonach die Privatkunden im Netzgebiet von enercity bis zum Jahr 2020 ausschließlich mit Öko-Strom versorgt werden sollen. In Sachen Nachhaltigkeit wollen wir auch künftig ganz oben in der Bundesliga spielen.
