6. November 2006
Die Amtseinführung
Hinter mir liegt eine sehr anstrengende, aber unter dem Strich auch sehr erfolgreiche Woche. Also der Reihe nach:
Die erste Wochenenhälfte stand noch im Zeichen der Verabschiedung von Herbert Schmalstieg: Am Samstag die offizielle Veranstaltung der Stadt Hannover mit 700 Gästen aus allen Herren Ländern, auf der ich für die Stadt Hannover die Begrüßung vorgenommen habe. Am Montag ein SPD-Parteitag zu demselben Thema und am Dienstag schließlich in sehr kleinem Rahmen die Übergabe des Rathausschlüssels an mich. Ein sehr merkwürdiges Gefühl ...
Die zweite Wochenhälfte stand dann im Zeichen meiner Amtseinführung: Am Mittwochmorgen als erste Diensthandlung eine große Personalversammlung mit 3.500 Beschäftigten der Stadt Hannover. Für mich war es wichtig, als erstes mich den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorzustellen, und mit dem Verlauf war ich sehr zufrieden - eine interessante Diskussion in einer freundlichen Atmosphäre. Am Donnerstag war dann die konstituierende Ratsversammlung einschließlich meiner Vereidigung und dem Umlegen der Amtskette. Wiederum: ein sehr merkwürdiges Gefühl ...
In meiner kurzen Rede vor dem Rat habe ich dann versucht, mein Amtsverständnis als OB zu umreißen. Vor allem, dass ich mich zwar in einer Führungsrolle befinde, aber sehr genau weiß, in der Stadt ganz viele Menschen zusammenarbeiten müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Das war dann auch der Tenor beim anschließenden BürgerInnen-Empfang für etwa 1.000 Gäste, darunter vor allem viele Wahlhelferinnen und -helfer, die bei den Kommunalwahlen in den Wahlvorständen gesessen und gezählt haben. Was mich am meisten gefreut hat: Es gibt sonst wahrscheinlich keine Veranstaltung in Hannover, wo Vorstände großer Unternehmen und Wohnungslose unter einem Dach gemeinsam feiern. Am Donnerstag hat's geklappt.
Der einzige Tiefpunkt der Woche war dann am Freitag zu verzeichnen. Ich war Zeuge einer trostlosen Niederlage der Roten gegen Bochum und habe mich auch gleich noch erkältet. Die Bäume wachsen also nicht in den Himmel.
Trotzdem: So kann es gerne weitergehen. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
