Start30. November 2006

30. November 2006

Ein Reisebericht aus Rouen

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen ... ". Stimmt, ich kann zum Beispiel von meiner ersten Auslandsvisite als OB berichten. Gemeinsam mit einer Delegation des Rates bin ich für drei Tage in Rouen gewesen, der Hauptstadt der Normandie. Zwischen Hannover und Rouen besteht seit 40 Jahren eine Städtepartnerschaft, das wurde gefeiert.

Hannover hat sich in diesen Tagen gut präsentiert. Den Anfang machte eine gemeinsame Kunstausstellung junger KünstlerInnen aus beiden Städten. Hannover gibt es 117 mal auf der Welt, das zeigt eine Foto-Ausstellung der Fachhochschule Hannover. In der wirklich beeindruckenden und vollbesetzten Kathedrale von Rouen gaben junge Musiker aus Hannover und anderen Teilen Niedersachsens ein nicht minder eindrucksvolles Konzert.

Für mich persönlich war daneben vor allem der Erfahrungsaustausch mit den französischen Politikern spannend. In den allermeisten Bereichen müssen wir uns nicht verstecken, war mein Eindruck, z.B. was die Umweltpolitik angeht. Dafür sind die Franzosen im Bereich der Familienpolitik besser, dort ist die Kita-Betreuung eine staatliche Aufgabe und nicht kommunal, wie bei uns.

Eine gewisse Überraschung hat bei unseren Gastgebern ausgelöst, dass die Delegation aus Hannover sich fraktionsübergreifend zusammengesetzt und dann auch noch gut verstanden hat. Da gibt es in der politischen Kultur beider Länder wohl einige Unterschiede.

Und ganz am Rande sei erwähnt: Rouen ist unbedingt eine Reise wert. Hannover natürlich auch, der Gegenbesuch unserer französischen Freunde findet im Januar statt.


 

 
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