Start8. August 2011

8. August 2011

Urlaub? Mit den SPD-Ortsvereinen in der Stadt unterwegs!

Wie verbringt man eine Woche Urlaub am besten in Bad Meingarten, also zu Hause? Richtig: Durch eifriges Wahlkämpfen, bis zum 11. September ist es schließlich nicht mehr lange hin. Also habe ich die vergangene Woche dazu genutzt, mit den Ortsvereinen auf Betriebstemperatur zu kommen.

Dienstag:
Besuch von drei Seniorenheimen in der List. Überall eine richtig freundliche Aufnahme und die Einladung zu Kaffee und Kuchen. Auf diese Weise wird es nichts mit den guten Vorsätzen zur gesunden Ernährung.

Mittwoch:
Besuch der Wochenmärkte auf dem Jahnplatz in Vahrenwald und dem Moltkeplatz in der List. Wie vor fünf Jahren in meinem OB-Wahlkampf drücke ich den Leuten einen Apfel in die Hand und bitte sie, am 11. September zur Wahl zu gehen. Das ist viel besser als jedes Papier und sorgt auf der Stelle für gute Laune.

Donnerstag:
Begehung des riesengroßen Kleingartengebiets zwischen Vahrenwald und Hainholz zusammen mit den Vorständen der jeweiligen Kleingartenvereine. Mit dabei ist ein Bollerwagen, aus dem Bier oder Wasser über den Zaun gereicht werden. Viele haben nicht vergessen, dass ich bei Ihnen auch vor fünf Jahren an der Pforte stand, und freuen sich erkennbar über diese kleine Tradition.

Auf Tour in der Nordstadt

Auf Tour in der Nordstadt

Abends geht es dann mit einer überraschenden Begleitung weiter: Zur Tour durch die Nordstädter Kneipen haben sich erstaunlich viele Medienvertreter angesagt, so dass daraus ein kleines Spektakel wird. Von selbstgemachtem Ayram bei Kebab 44 über Rhabarbar-Bionade im Spandau und ein Lindener Spezial bei Onkel Olli´s Kiosk bis hin zu je einem Herri im Kuriosum und im Kleinkröpcke reicht die Getränkefolge. Mein persönliches Highlight ist das Wiedersehen mit dem Ehepaar Franke, die jahrzehntelang die Gaststätte Kaiser am Schneiderberg betrieben haben und eine Nordstädter Institution sind. Frau Franke fährt mich mit einem Elektro-Mobil zu letzten Station, das mir bekannt vorkommt. Kein Wunder: Es ist ein EXPO-Erbstück und diente für die Fortbewegung auf dem Gelände der Weltausstellung (Verona Feldbusch und Peter Ustinow lassen grüßen). Nach acht Stunden Wahlkampf bin ich hinreichend bedient.

Freitag:
Nachmittags Begehung der Kleefelder Kleingärten und am Abend ein echtes Kontrastprogramm. Die Südstädter SPD hat mich eingeladen, aus meinem Lieblings-Hannover-Buch "Kaiserwetter" von Karl Jakob Hirsch vor zu lesen (siehe Kolumne vom 10. Januar 2011 ). Obwohl das Wetter genau so ist wie der Titel des Buches und die Luft in der Raucher-Lounge der Gaststätte Högers 1910 ziemlich knapp , kommen erstaunlich viele Menschen und bleiben auch in der zweiten Halbzeit. Am Ende bin ich dehydriert und sehr zufrieden.

Kommunalwahlkampf ist also viel mehr als ein dröges Stehen hinter Info-Tischen, er kann sehr vielfältig sein und macht dann auch Spaß. Anstrengend ist ein solcher Wahlkampf aber auch. Insofern freue ich mich jetzt auf eine erfüllte Arbeitswoche wieder auf meiner Kostenstelle.




 

 
Inhaltsübersicht Kontakt Barrierefreiheit Impressum Datenschutz