Start18. Dezember 2006

18. Dezember 2006

Situation von Juden in Deutschland

Manchmal regiert der Zufall, jedenfalls habe ich in den letzten Tagen verschiedene Gelegenheiten gehabt, mich mit der Situation von Juden in Deutschland auseinander zu setzen.

Am vergangenen Freitag haben wir am Mahnmal an der Oper einem der Tiefpunkte in der Stadtgeschichte gedacht. Im Dezember 1941 wurden die letzten hannoverschen Juden nach Riga deportiert. Am Wochenende war ich in Berlin und habe dort auch das Neue Jüdische Museum besucht. Dieses Museum ist wirklich empfehlenswert und zeichnet eine mehr als 1000-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinden in Deutschland nach.

Auch die Gedenkstätte für die ermordeten europäischen Juden habe ich zum ersten Mal in Ruhe besucht - es wird wohl niemanden geben, der nicht tief bewegt von dort weg geht. Und schließlich haben am Sonntagabend zum ersten Mal überhaupt Juden in Hannover ihr Lichterfest - Channukah - öffentlich auf dem Opernplatz gefeiert, nach einer uralten Legende der Sieg des Lichts über das Dunkel. Nach den voran gegangenen Erlebnissen hatte es schon eine besondere Bedeutung für mich, bei diesem Beispiel für neues jüdisches Leben in Hannover dabei zu sein.

Das ist meine letzte Kolumne vor dem Weihnachtsfest in diesem Jahr. Ich kann ein paar ruhige Tage ganz gut gebrauchen und ich hoffe, Sie werden auch welche haben.

Jedenfalls wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine wirklich gute Weihnachtszeit!


 

 
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