Der Terror ist zurück

 

Wir hatten ihn in den letzten Monaten schon wieder fast vergessen, weil wir unter dem Eindruck ganz anderer Ereignisse standen. Seit Freitagabend hat er sich aber wieder zurück gemeldet, hemmungsloser und widerwärtiger denn je: Der Terror.

Terror heißt Schrecken und das war es auch, was die Anschläge in Paris auslösen sollten – Angst und Unsicherheit. Dahinter steckt System, das waren nicht einzelne verwirrte Köpfe. Und sicher war es auch kein Zufall, dass wieder Paris das Ziel war, wie auch schon Anfang des Jahres bei dem Überfall auf die Redaktion von Charlie Habdo. Damals gelang es den Terroristen, Millionen Menschen zu verunsichern. Aber es gelang ihnen nicht, die Franzosen von dem Ziel einer freien und offenen Gesellschaft abzubringen. Die Bilder von den beeindruckenden Demonstrationen im Januar habe ich jetzt noch vor Augen. Ich bin sicher, auch die jüngsten Anschläge werden diese Reaktionen wieder auslösen.

Das gilt auch für Deutschland. In diesem Sinne ist es dann auch richtig, dass der DFB entschieden hat, das Fußball-Länderspiel am Dienstag in Hannover gegen die Niederlande durchzuführen. Ich bin dabei.

Und noch etwas ist mir wichtig: Niemand kann garantieren, dass so etwas nicht auch bei uns geschieht. Wir können nur möglichst aufmerksam sein, das gilt für die Sicherheitsbehörden ebenso wie für alle Bürger. Und wir können uns vor falschen Schlußfolgerungen hüten. Man muss nicht Prophet sein, um die rechtsextremen Agitatoren schon zu hören, die versuchen werden, einen Zusammenhang zwischen dem Terror und den Flüchtlingen zu ziehen, die derzeit zu uns kommen. Es gibt ihn, aber in einem ganz anderen Sinne, als die Rechten meinen. Vielen Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern flüchten nämlich vor dem Terror – demselben, der in Paris wieder zugeschlagen hat.

Der Kampf gegen die Fluchtursachsen und der Kampf gegen den Terror, sie haben viele Gemeinsamkeiten.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

 

 


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