24. September 2007

Lokaler Integrationsplan für Hannover

Ende April hatte ich an dieser Stelle von den Bemühungen berichtet, für Hannover einen lokalen Integrationsplan aufzustellen. Migration und Integration - das sind für alle europäischen Großstädte Riesenthemen, auch für Hannover. Fast jeder und jede Vierte, der oder die in Hannover lebt, ist aus einem anderen Land zugewandert, etwas 40 % aller Neugeborenen stammen aus den Familien dieser Menschen.

Inzwischen sind wir ein ganzes Stück weiter. Der Lokale Integrationsrat, in dem etwa 60 Menschen unterschiedlichster Herkunft vertreten sind, hat fünfmal getagt (übrigens in einer bemerkenswert konzentrierten und respektvollen Atmosphäre) und in der vergangenen Woche habe ich den Entwurf eines Lokalen Integrationsplans für Hannover vorstellen können.

Integration betrifft fast alle Bereiche des Stadtlebens und dementsprechend breit ist auch der Integrationsplan angelegt. Bei aller Vielfalt schlagen wir allerdings eine Priorität vor: Die Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund soll Vorrang haben. Da geht es um Sprachförderung, möglichst geeignete schulische Angebote und die Förderung sozialer Kontakte im Rahmen von Sport und Kultur.

Es handelt sich um einen vorläufigen Diskussionsentwurf. Am 6. Oktober wollen wir diesen Entwurf auf einem großen Integrationsforum im Rathaus diskutieren (Sie sind herzlich eingeladen). Und danach wird sich der Stadtrat mit den Ergebnissen auseinandersetzen und wahrscheinlich Anfang des nächsten Jahres entscheiden.

Bei aller Mühe und Sorgfalt, die wir auf den Lokalen Integrationsplan verwenden, ist eines klar: Papiere alleine werden nicht für Integrations sorgen können. Dazu bedarf es mehr, vor allem die Bereitschaft ganz vieler Menschen auf beiden Seiten, mitzumachen.